Wie alles begann ...

Von den Anfängen bis heute



Es war einmal...

... ein kleiner Junge, der ...

Ich habe verprochen, die Geschichte zu erzählen.


Hier ist sie:

Also, ... der kleine Junge (- das muss wohl ich gewesen sein -) hatte in der Grundschule eine Hausaufgabe bekommen. Er sollte nach einer Vorgabe aufzeichnen, wie seine Eltern und Großeltern heißen, dazuschreiben, wann sie Geburtstag haben/hatten und das Ganze mit vorhandenen Fotos versehen.

Dabei heraus kam mein erster Stammbaum. Leider besitzte ich das Meisterwerk nicht mehr, aber ich denke, dass die Initialzündung für mein späteres Hobby bereits zu dieser Zeit entfacht war.

WHO IS WHO ?

Was mich dann fasziniert hat, waren die ersten Querverbindungen in unseren Familien:

Der Bruder meines Großvaters war mit der Schwester meiner Großmutter verheiratet. So hat meine Mutter ein paar "doppelte Cousinen", die ja damit die SELBEN Erbanlagen haben, wie meine Mutter, da ihre kompletten Vorfahren (mit Ausnahme ihrer Eltern) übereinstimmen.

Dann habe ich erfahren, dass der Neffe meines Opas mit der Nichte meiner Oma verheiratet ist. (Das Gerücht, dass jene Verbindung nicht ganz "rechtens" ist, hat sich lange gehalten, was natürlich totaler Quatsch ist, da die beiden selbst ja gar nichts miteinander zu tun haben, außer, dass sie halt die gleichen Cousins/Cousinen besaßen).

Es sollten noch etliche, noch viel kompliziertere Verknüpfungen, von denen ich zu dieser Zeit noch nichts ahnte, folgen.

So war auch früher keine Familienserie vor mir sicher. Die Verwandtschaftsstrukturen von Falcon Crest, Denver-Clan und Dallas kann ich bis heute noch auswendig. Und ich hatte eigentlich auch zu jeder Seifenoper einen Stammbaum in der Schublade :-)

Natürlich fand ich es damals sehr übertrieben, was sich die Drehbuchautoren der Soaps ausgedacht hatten, dass jeder mit jedem irgendwie verstrickt ist... Jahre später sollte ich begreifen, dass das gar nicht so weit hergeholt war (- in einem Dorf im 18. Jahrhundert war es nicht großartig anders).

SIE HABEN POST !

Irgendwann begann ich dann, unsere Familienstrukturen graphisch darzustellen. Nach und nach wuchs der Stammbaum in alle Richtungen, sämtliche Familienmitglieder wurden bis aufs äußerste "ausgequetscht", Anverwandte wurden hinzugefügt - und das alles gleichzeitig in alle Richtungen. Das ging einige Zeitlang gut, bis dann eines Tages unverhoffte Post meiner Cousine 3. Grades aus Telgte, die von meinem aufkeimendem Hobby erfahren hatte, in unserem Briefkasten landete:

Sie hatte sich schon länger mit unserer Familiengeschichte auseinandergesetzt und mir mit dieser Post ihre "Familienblätter" und zwei interessante Zeitungsartikel über den Hof und die Erbfolge sowie die Familienstrukturen der Familie Niermann (Autor: Ludwig Bette) zugeschickt.

So nahm alles seinen Lauf.
Ende der 80er Jahre habe ich dann zusammen mit meinem Onkel zum ersten Mal "Kirchenbücher gewälzt"... in der St.Lamberti Pfarrei in Gladbeck. Dort war ich dann im Laufe der Jahre öfter mal zu Gast. Natürlich musste man damals noch alles von Hand abschreiben. Digitalkameras und Internet waren zu der Zeit noch "Zukunftsvisionen".

DAS WAREN NOCH ZEITEN !

Inzwischen hatte ich angefangen, meine "Ergebnisse" etwas strukturierter zu erfassen: zunächst mit Schreibmaschine auf Familienblättern, dann mit einem Textverarbeitungsprgramm auf meinem "C-64" (... das gute Stück ...). Da konnte man dann wenigstens die Ergebnisse abspeichern und musste nicht alles "neu tippen", wenn sich irgendwelche Ergänzungen ergeben hatten.

Irgendwann gab es dann die ersten "Ahnenprogramme". Ich hatte ein paar ausprobiert, bin aber nie richtig mit den Ergebnissen, die diese Programme ausgespuckt haben, zufrieden gewesen. Als dann später das Internet in meinen Alltag einkehrte und ich die html-Sprache lernte, begann ich, für jede Kleinfamilie eine eigene Datei anzulegen und diese "per Hand" mit den Anschlussdateien zu verknüpfen, so dass ich mich mit einem Mausklick in die nächste Familie "beamen" konnte. Das hat die Sache schon enorm vereinfacht, war aber im Vergleich immer noch sehr mühselig. Vor ein paar Jahren habe ich dann mysql und php entdeckt und so ist dann die datenbank-basierte Version meiner Ahnenforschung entstanden, wie sie heute vorhanden ist.

Durch das Internet habe ich dann nach und nach etliche Kontakte zu weiter entfernten, aber auch zu gar nicht so entfernten Verwandten geschlossen, andere "gleichgesinnte" Ahnenforscher gefunden und sogar die ein oder andere Freundschaft geschlossen. Ein Dankeschön an alle auch an dieser Stelle.


EIN PUZZLE MIT UNENDLICH VIELEN TEILCHEN


Wenn ich anderen Bekannten/Freunden ab und zu (... ich halte mich ja schon zurück...) mit Begeisterung von meinen "neuen Forschungsergebnissen" erzähle, verdrehen die schon meistens die Augen. Sie können nicht verstehen, was ich daran finde, aufzudecken, dass die Taufpatin von xy die angeheiratete Cousine der Mutter ist. Ich höre dann öfter Sprüche wie "Die sind doch eh alle schon lange tot".
Ich glaube, wer da nicht drinsteckt, hat Schwierigkeiten zu verstehen, was mich da so treibt.

Ahnenforschung lässt sich gut mit einem riesengroßen Puzzlespiel mit (fast) unendlich vielen Teilen vergleichen. Manche Teile passen, manche nicht, manche Teile sind verborgen, manche Teile liegen auf der Rückseite, manche Teile sind falsch zusammen gesetzt oder verunstaltet, manche Teile sind für immer verloren und manche Teile sind einfach zu weit entfernt und nicht erreichbar. Und ab und zu entdeckt man mal eins an einer Stelle, wo man es niemals vermutet hätte.

Also, ich kann nur empfehlen "mitzuspielen" - es macht riesigen Spaß und es ist immer für jeden eine "Spielecke" frei.

Im Laufe der Jahre hat sich mein "Forschungsgebiet" natürlich sehr erweitert. Aus der ursprünglichen Kleinfamilie ist eine bzw. sind mehrere Großfamilien/Sippen geworden und ich suche schon längst nicht mehr nach einzelnen Familenmitgliedern, sondern erfasse komplette Ortsteile, weil sich herausgestellt hat, dass ja nachweislich eh irgendwie alle miteinander verknüpft sind.

Alles weitere findet ihr in den einzelnen Rubriken.

Ich wünsche "Viel Spaß"

Euer Volker
(der zwar inzwischen ein paar Jahre älter, aber irgendwie immer noch der kleine Junge von damals geblieben ist)


Verweis:

Mein Ahnenverzeichnis
Das neue Projekt (seit Mai 2010)


Homepage von Volker Niermann - 22.08.2017 - Impressum

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